Der Sinn des menschlichen Lebens
Jeder von uns hat sich schon einmal gefragt, warum er in dieser Welt lebt und was der Sinn seines Lebens ist. In aller Kürze soll mit den folgenden sechs Punkten Gottes Plan für unser Leben umrissen werden, wie ihn die Bibel beschreibt. Verstehen wir ihn, bekommen wir auch Antwort auf die Frage nach dem Sinn unseres Lebens.
1. Gottes Plan
Gott hat den Wunsch, durch Menschen zum Ausdruck zu kommen. Deshalb schuf er auch den Menschen in seinem eigenen Bild (1.Mose 1:26"Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen in unserem Bild, nach unserem Gleichnis und sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das sich auf der Erde regt!" - 1.Mose 1:26). So wie ein Handschuh passend für eine Hand gemacht wurde, so wurde der Mensch im Bilde Gottes geschaffen. So wie der Handschuh die Hand aufnehmen und sich mit der Hand bewegen soll, so ist auch der Mensch geschaffen, um Gott aufzunehmen und von ihm gefüllt und geleitet zu werden.
2. Der Mensch
Gott schuf den Menschen als ein Gefäß (Römer 9:21-24"Oder hat der Töpfer nicht Vollmacht über den Ton, aus derselben Masse das eine Gefäß zur Ehre und das andere zur Unehre zu machen? Was aber, wenn Gott, der seinen Zorn erzeigen und seine Macht kundmachen wollte, mit viel Langmut die Gefäße des Zorns ertragen hat, die zum Verderben zugerichtet sind, um zugleich den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Barmherzigkeit kundzumachen, die er zuvor zur Herrlichkeit bereitet hat, nämlich an uns, die er auch berufen hat, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Nationen?" - Römer 9:21-24; 2.Korinther 4:7"Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns." - 2.Korinther 4:7) mit drei Teilen: dem Leib, der Seele und dem Geist (1.Thessalonicher 5:23"Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer Geist, eure Seele und euer Leib mögen vollständig, ohne Tadel bewahrt werden bei der Ankunft unsres Herrn Jesus Christus." - 1.Thessalonicher 5:23). Der Leib ist materiell, steht mit
der materiellen Welt in Beziehung und nimmt Materielles auf. Mit den Fähigkeiten der Seele (Psyche) pflegen wir die Beziehung zu anderen Menschen, wir denken, fühlen, wünschen, planen und wir verarbeiten, was wir wahrnehmen. Den Geist des Menschen allerdings, seinen innersten verborgenen Teil (nicht zu verwechseln mit dem Verstand, der zur Seele gehört), schuf Gott mit der Absicht, dass der Mensch ihn dahinein aufnehmen und dort auch mit ihm Umgang haben und ihn anbeten sollte (Johannes 4:24"Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten." - Johannes 4:24). Der Mensch wurde also letztlich mit dem Ziel geschaffen, dass er Gott, der ja Geist ist, mit seinem Geist aufnehmen und Beziehung zu ihm haben sollte. Erst wenn Gott in seinem Geist wohnt, kann er eine echte Beziehung zu ihm aufbauen.
3. Der Fall des Menschen
Der Mensch war zunächst neutral geschaffen, der Geist Gottes wohnte noch nicht in ihm. Bevor er Gott, der der Geist und das ewige Leben ist, mit
seinem Geist aufnehmen konnte, kam die Sünde in ihn hinein (Römer 5:12"Darum, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde und so der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ist, weil sie alle gesündigt haben." - Römer 5:12). Durch die Sünde starb sein Geist (Epheser 2:1"Auch euch, die ihr tot wart in euren Übertretungen und Sünden." - Epheser 2:1) und er verlor die Beziehung zu Gott. Seine Seele, sein ganzes Denken wurde Gott, seinem Schöpfer gegenüber gleichgültig und sogar feindlich gesinnt und sein Leib entwickelte sich zum sündigen Fleisch (1.Mose 6:3"Und Gott sprach: Mein Geist soll nicht ewiglich in dem Menschen bleiben, da er ja Fleisch ist; und seine Tage seien 120 Jahre." - 1.Mose 6:3). So verdarb die Sünde den ganzen Menschen, seinen Leib, seine Seele und seinen Geist und entfremdete ihn von Gott. Der Geist des Menschen war ohne Funktion, war tot. In diesem Zustand befinden wir uns heute. Es ist verständlich, dass sich Gott mit solch einem Menschen nicht verbinden konnte; es musste etwas geschehen: Gottes Errettungswerk!
4. Christus vollbrachte die Erlösung, damit Gott in den Menschen hineinkommen kann
Der Fall des Menschen konnte Gott nicht an der Ausführung seines ursprünglichen Planes hindern. Er liebt den Menschen, aber er kann die Sünde nicht einfach übergehen, denn er ist gerecht. So wurde er selber in Jesus Christus ein Mensch (Johannes 1:1,14"Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. (...) Und das Wort wurde Fleisch und zeltete unter uns und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Einziggeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit." - Johannes 1:1,14). Dann starb Christus stellvertretend für uns Menschen am Kreuz, um uns zu erlösen (Epheser 1:7"In welchem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Übertretungen, nach dem Reichtum seiner Gnade." - Epheser 1:7), nahm dabei die Sünde des Menschen hinweg, indem er sie auf sich nahm (Johannes 1:29"Am folgenden Tag sieht er Jesus auf sich zukommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!" - Johannes 1:29), und machte den Weg zu Gott frei (Epheser 2:13"Nun aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst ferne wart, nahe geworden in dem Blut Christi." - Epheser 2:13). Als er wieder vom Tode auferstand, wurde er zum Geist, der das Leben gibt (1.Korinther 15:45"So steht auch geschrieben: Der erste Mensch, Adam, wurde zu einer lebendigen Seele, und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht." - 1.Korinther 15:45), um seinen Geist, sein göttliches ewiges Leben in den Geist des Menschen hineinzugeben (Johannes 20:22"Und als er das gesagt hatte, blies er in sie hinein und spricht zu ihnen: Nehmt hin den Heiligen Geist." - Johannes 20:22; Johannes 3:6"Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was vom Geist geboren ist, das ist Geist." - Johannes 3:6). Dadurch ist er heute erfahrbar.
5. Die Wiedergeburt des Menschen
Da Christus die Sünde, die den Menschen von Gott trennt, am Kreuz auf sich genommen hat und zum Leben gebenden Geist geworden ist, kann der
Mensch nun Gottes ewiges Leben in seinen Geist hinein aufnehmen. Das nennt die Bibel Wiedergeburt (1.Petrus 1:3"Gesegnet sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten." - 1.Petrus 1:3; Johannes 3:3"Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen." - Johannes 3:3). Wer wiedergeboren werden will, braucht die Erkenntnis, dass er ein Sünder ist. Dann muss er das Erlösungswerk Christi im Glauben annehmen (Apostelgeschichte 16:31"Sie sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus gerettet." - Apostelgeschichte 16:31), indem er mit offenem, ehrlichen Herzen zu Jesus Christus spricht, wie z. B.: “Herr Jesus, ich bin ein Sünder. Ich brauche dich. Danke, dass du für mich gestorben bist. Herr Jesus, vergib mir und reinige mich von allen meinen Sünden. Ich glaube, dass du von den Toten auferstanden bist; ich nehme dich jetzt als meinen Retter auf. Komme jetzt in mich hinein und fülle mich mit deinem Leben!”
6. Gottes vollständiges Errettungswerk
Nach der Rettung und der Wiedergeburt im Geist folgt die Taufe (Markus 16:16"Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden." - Markus 16:16). Dann fängt Gott an, der bis jetzt nur im Geist des Gläubigen wohnt, sich allmählich auch in dessen Seele auszubreiten und dort zu wohnen (Epheser 3:17"Dass Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, damit ihr, in Liebe gewurzelt und gegründet" - Epheser 3:17). Gottes Leben wirkt sich in den
Menschen ein. Dieser Vorgang, den die Bibel Errettung, Umwandlung oder Erneuerung der Seele nennt (1.Petrus 1:9"Die ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, die Errettung eurer Seele." - 1.Petrus 1:9; Römer 12:2"Und passt euch nicht diesem Zeitalter an, sondern werdet umgewandelt durch die Erneuerung des Denksinns, dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene." - Römer 12:2), dauert das ganze Leben lang und erfordert auch die Mitarbeit unsererseits (Philipper 2:12-13"Daher, meine Lieben, wie ihr ja allezeit gehorsam gewesen seid, bewirkt eure eigene Errettung mit Furcht und Zittern, nicht nur wie in meiner Anwesenheit, sondern nun viel mehr in meiner Abwesenheit, denn Gott ist es, der in euch beides wirkt, das Wollen und das Wirken, für sein Wohlgefallen." - Philipper 2:12-13). Unsere Mitarbeit besteht darin, dass wir es zulassen, dass sich der Herr in unserer Seele ausbreitet, bis schließlich unsere Wünsche, Gedanken und Entscheidungen mit den seinen übereinstimmen. Wenn Christus wiederkommt, wird Gott auch den Leib der Gläubigen völlig mit seinem Leben durchdringen. Der Mensch, der vormals leer und für Gott verdorben war, wird dann zu seiner ursprünglichen Bestimmung zurückgefunden haben und verherrlicht sein, wie es die Bibel beschreibt (Philipper 3:21"Der den Leib unserer Niedrigkeit umwandeln wird, dass er gleich sei dem Leib seiner Herrlichkeit, nach der Wirkung des, der sich auch alle Dinge untertan machen kann." - Philipper 3:21).